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Heiliger der Woche #02 - Johannes der Täufer

Emmerting Pfarrverband am 24.06.2020

2020 06 23 hdw 02 hl johannes der taeufer info-icon-20px Foto: Dnalor_1 / Wikimedia Commons /CC-BY-SA 3.0

24. Juni

Nor­ma­ler­wei­se wür­den um die­se Zeit Ende Juni, in der Mit­te des Jah­res land­auf und land­ab Sonn­wend­feu­er und ‑fei­ern statt­fin­den. Die­ses Jahr muss der schö­ne und fröh­li­che Brauch des Sonn­wend­feu­ers, auch Johan­nis­feu­er genannt, Coro­na bedingt aus­fal­len. Aber trotz allem fällt die Som­mer-Son­nen­wen­de nicht aus!

Die Som­mer­son­nen­wen­de mar­kiert den längs­ten Tag und die kür­zes­te Nacht. Zu die­ser Zeit – am 24. Juni – fei­ert die Kir­che das Geburts­fest eines beson­de­ren Hei­li­gen: Johan­nes der Täu­fer. Johan­nes war ein Pro­phet, ein Bote, der Jesus den Weg ebne­te. (Johan­nes 1,23). Die Fei­er sei­ner Geburt ist schon ein Ver­weis auf Weih­nach­ten in sechs Monaten.

Neben der Got­tes­mut­ter Maria ist Johan­nes der ein­zi­ge Hei­li­ge, des­sen Geburts­fest die Kir­che fei­ert. Seit dem 5. Jahr­hun­dert wird es am 24. Juni began­gen. Johan­nes der Täu­fer ist wie ein Licht in der Dun­kel­heit, das durch sei­nen Schein schon ein­mal dar­auf hin­weist, dass bald Chris­tus – das Licht in unse­re Welt kom­men wird.

Der Evan­ge­list Lukas beschreibt die Beson­der­hei­ten und unge­wöhn­li­chen Ereig­nis­se vor und bei der Geburt des Täufers:

  • Dem alten Vater des Johan­nes, dem Pries­ter Zacha­ri­as, ver­schlägt es die Spra­che, weil er ungläu­big auf die Ankün­di­gung der Geburt des Soh­nes reagiert.
  • Als die mit Jesus schwan­ge­re Got­tes­mut­ter Maria zu ihrer Ver­wand­ten Eli­sa­beth kam, hüpf­te das Kind vor Freu­de“. (Lukas 1,44)
  • Erst nach­dem er bei der Fra­ge nach dem Namen des Kin­des Johan­nes“ (Gott ist gnä­dig) auf eine Tafel schreibt, wie es der Engel ihm neun Mona­te zuvor auf­ge­tra­gen hat­te, kann Zacha­ri­as wie­der sprechen.

Johan­nes leb­te in der Wüs­te, bis er den Auf­trag erhielt, in Isra­el auf­zu­tre­ten. Er rief zur Umkehr auf, tauf­te im Jor­dan zur Ver­ge­bung der Sün­den und kün­dig­te den Mes­si­as, den Chris­tus an. Auch Jesus ließ sich von ihm tau­fen, wobei ihn Johan­nes erkann­te und als das Lamm Got­tes bezeich­ne­te, das die Sün­de der Welt hin­weg­nimmt. Dar­auf folg­ten Andre­as, der Bru­der des Petrus, und ein ande­rer Jün­ger Jesus nach.

Vom gewalt­sa­men Tod des Täu­fers berich­ten die Evan­ge­li­en: Dass Hero­di­as mit dem Herr­scher Hero­des Anti­pas in unge­setz­li­cher Ehe leb­te, erreg­te bei den jüdi­schen Unter­ta­nen Hero­des Anti­pas’ star­ken Anstoß. Johan­nes der Täu­fer kri­ti­sier­te das sün­di­ge Paar in öffent­li­chen Pre­dig­ten scharf, wes­halb ihn Hero­des Anti­pas ein­ker­ker­te. Schließ­lich wur­de der Täu­fer ent­haup­tet, was damals – neben der Kreu­zi­gung – als die schänd­lichs­te aller Stra­fen galt.

Einer Legen­de nach wur­de Johan­nes von Andre­as in Sama­ria beim heu­ti­gen Nab­lus begraben.

Gebet

Gott,
du hast den Hl. Johan­nes den Täu­fer beru­fen,
sei­ne Zeit­ge­nos­sen durch die Buß­tau­fe zur Umkehr zu bewe­gen
und auf den Heils­weg mit Jesus vor­zu­be­rei­ten.
Bekeh­re du uns.
Hilf uns, nach dem Bei­spiel des Täu­fers am Jor­dan,
Rufer in der Wüs­te und Sand­korn im Getrie­be der moder­nen Welt zu sein,
damit wir, unse­rer Beru­fung getreu,
Zeu­gen dei­ner Lie­be zu den Men­schen sind.
Dar­um bit­ten wir durch Jesus Chris­tus, unse­ren Herrrn.
Amen.

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