icons / 24px / close
Einstellungen erfolgreich gespeichert

Unsere Website verwendet Cookies, um Ihnen die bestmögliche Erfahrung zu bieten. Mehr erfahren

Heiliger der Woche #06 - Heilige Birgitta (Brigitta)

Emmerting Pfarrverband am 23.07.2020

Gedenktag 23. Juli

Die Hei­li­ge Bir­git­ta (Bri­git­ta) wur­de um 1303 in Fins­ta bei Upp­sa­la in Schwe­den gebo­ren. Bir­git­ta Bir­gers­dot­ter war die Toch­ter eines Groß­grund­be­sit­zers und Reichs­rats. Sie war über ihre Mut­ter mit dem schwe­di­schen Königs­haus ver­wandt und hat­te schon als Kind Mari­en- und Christusvisionen.

Statt ins Klos­ter zu gehen, wur­de sie aber mit 13 Jah­ren mit Ulf Gud­mars­son aus eben­so ein­fluss­rei­cher Fami­lie ver­hei­ra­tet und leb­te 20 Jah­re lang als Ehe­frau und Mut­ter von acht Kin­dern auf der Burg Ulvå­sa am Vät­tern­see. In ihrer Sor­ge um die ledi­gen Müt­ter von Öster­göt­land wer­den sowohl ihre Nächs­ten­lie­be als auch ihr Frei­mut deutlich.

1335 zur Ober­hof­meis­te­rin der 15jährigen schwe­di­schen Köni­gin Blan­che beru­fen, unter­nahm sie 1339 mit ihrem Mann eine Pil­ger­rei­se zum Grab des hei­li­gen Olaf nach Trond­heim, zwei Jah­re danach dann eine zum über 3000 Kilo­me­ter ent­fern­ten Jako­bus­grab in Com­pos­te­la. Kurz nach ihrer Rück­kehr ver­starb Ulf in der Zis­ter­zi­en­ser­ab­tei Alvastra.

Der Tod ihres Man­nes 1344 bedeu­te­te eine Wen­de in Bir­git­tas Leben. Sie fühl­te sich von Gott zu einer beson­de­ren Auf­ga­be beru­fen. Bir­git­ta leb­te zunächst als Dritt­or­dens­schwes­ter des hei­li­gen Fran­zis­kus wei­ter am könig­li­chen Hof. Ihre Visio­nen nah­men im Lau­fe der Zeit zu und sie erhielt als Braut Chris­ti“ den Auf­trat einen Orden zu gründen.

König Magnus Eriks­son schenk­te ihr 1346 das Königs­gut Vads­tena. Auf ihm errich­te­te Bir­git­ta das ers­te Klos­ter des Erlö­ser­or­dens, der auch Bir­git­ten­or­den genannt wird.

Bir­git­ta schrieb inspi­riert von ihren Visio­nen eine Ordens­re­gel für Gemein­schaf­ten von Pries­tern und Non­nen in Dop­pel­klös­tern und zog 1349 mit ihrer Toch­ter Katha­ri­na nach Rom, um die Aner­ken­nung ihres Ordens zu erwir­ken. Doch erst im Jahr 1370 bestä­tig­te Papst Urban V. eine stark ver­kürz­te Ordensregel.

Bir­git­ta äußer­te sich frei­mü­tig zum unmo­ra­li­schen Lebens­wan­del beson­ders des schwe­di­schen Adels und Kle­rus, ver­such­te im Hun­dert­jäh­ri­gen Krieg zwi­schen Frank­reich und Eng­land zu ver­mit­teln und die Päps­te zur Rück­kehr von Avi­gnon nach Rom zu über­zeu­gen. Zurück von einer Pil­ger­fahrt ins Hei­li­ge Land, starb sie 1373 in ihrem klös­ter­li­chen Haus an der Piaz­za Far­ne­se in Rom.

Bir­git­tas Toch­ter Katha­ri­na über­führ­te 1374 ihre Gebei­ne nach Vads­tena und betrieb die Ver­brei­tung des Ordens sowie die Hei­lig­spre­chung ihrer Mut­ter, die 1391 erfolg­te. 1396 wur­de Bir­git­ta Patro­nin ihrer Hei­mat Schwe­den und 1999 zusam­men mit Katha­ri­na von Sie­na und Edith Stein von Papst Johan­nes Paul II. zur Patro­nin Euro­pas erklärt.

Quel­len­an­ga­ben: https://​bis​tum​-augs​burg​.de/​H​e​i​l​i​g​e​-​d​e​s​-​T​a​g​e​s​/​H​e​i​l​i​g​e​/​B​I​R​G​I​T​T​A​-​V​O​N​-​S​C​H​WEDEN
https://​cms​.vivat​.de/​t​h​e​m​e​n​w​e​l​t​e​n​/​h​e​i​l​i​g​e​/​j​u​l​i​/​b​i​r​g​i​t​t​a​-​v​o​n​-​s​c​h​w​e​d​e​n​.html

Zitate von Birgitta

Gott geht dann in das Haus ein, wenn die See­le nicht nur in sei­ner Lie­be medi­tiert, son­dern Tag und Nacht auch dar­in arbeitet.

Lob sei dir, Herr Gott, der du bist und warst ohne Ende. Wir sind dein eigen und loben und ehren dich. Denn du hast uns geschaf­fen, dass wir uns freu­ten in dir, und hast uns dein unaus­sprech­li­ches Licht gege­ben: dei­ne Lie­be. Lass sie wal­ten über dem Werk dei­ner Hän­de: dem Menschen.

Herr, du allein bist zu fürch­ten in dei­ner All­macht. Du allein bist zu wäh­len in dei­ner Liebe.

Was ist Gott ande­res denn Leben und Lieb­lich­keit, leuch­ten­des Licht, unver­gäng­li­che Güte, rich­ten­de Gerech­tig­keit und hei­len­des Erbarmen?

Nichts Lieb­li­che­res kann es geben, als sich über des Nächs­ten Glück zu freu­en und ihm zu wün­schen, was man sich selbst wünscht.

Der ist wahr­haft wei­se, der nur ein Wort kennt: Liebe.

Quel­le: https://​www​.apho​ris​men​.de/​s​u​c​h​e​?​f​_​a​u​t​o​r​=​758​_​B​i​r​g​i​t​t​a​+​v​o​n​+​S​c​h​weden, zusam­men­ge­stellt von Abt em. Dr. Emmer­am Kränkl OSB, Bene­dik­ti­ner­ab­tei Schäft­larn